Roth 04.07.2025

weltgrößter Triathlon Langdistanz

Letztes Jahr war ich in Roth nach dem Zuschauen am Sonntag dann montags in der Warteschlange zur Anmeldung für dieses Jahr. Ich hatte eine Wartenummer ergattert und so die Startmöglichkeit für 2025 erhalten. Bei mir war der Start ein kleines Jubiläum mit bisher 2 Starts in der Staffel und nun zum achten Mal im Einzel in Roth. Wir warten wieder mit einigen vor Ort am Start oder an der Strecke, es ist immer ein faszinierender Ausflug.

Am Freitag vor dem Rennen waren wir wieder wie immer beim Italiener La Rosa da Carlo in Schwanstetten. Das hat schon etwa 20 Jahre Tradition: früher ging die Laufstrecke direkt am Lokal vorbei. Durch die Änderung der Strecke ist das zwar nicht mehr der Fall, aber das leckere Essen dort für uns im Vorfeld bleibt.

In diesem Jahr war im Rennen erstmals ein Neoprenverbot ausgesprochen worden. Das Wasser im Kanal hatte 25,3 Grad. Durch den niedrigen Wasserstand gab es keinen Schiffsverkehr und damit keine Schleusungen, so dass auch keine Bewegung im Wasser erzeugt wurde. Der Stillstand hat das Wasser aufgeheizt. Also hatten auch die Altersklassen ein Profi-Gefühl mit Schwimmen ohne Neo. Ich war in der Startgruppe um 7:10 Uhr dran. Anfangs war es noch etwas eng, bis sich die Gruppe etwas auseinandergezogen hat. Das ist noch ein kleines Gefühl von Massenstart und etwas anders als der rolling start bei Ironman. Jedenfalls kam ich ganz gut voran und konnte auf andere Starter im Verlauf aufschließen. Am Ende war die Zeit von knapp unter 1:10 ohne Neo im Rahmen meiner Möglichkeiten. Das Schwimmen im Kanal ist immer wieder ein Erlebnis mit den vielen Zuschauern am Ufer und auf der Brücke. Das bekommt man auch im Wasser mit. Volksfeststimmung am frühen Sonntagmorgen schon vorm Profi-Start um 6:30 Uhr. Roth ist einmalig.

Danach ging es auf die Radstrecke, vorgenommen hatte ich mir eine Zeit von 5 Stunden, was einem zu fahrenden Mittel von 36 km/h entspricht. Die Strecke hat etwa 1500 Höhenmeter, es wird also nicht nur gleichmäßig gefahren. Durch das große Teilnahmefeld ist die Radstrecke auch gut frequentiert. Insbesondere in der zweiten Runde, wenn die Fahrer aus den Staffeln dazustoßen und man auch in die später gestarteten Startgruppen des Einzelrennens reinfährt wird es schon voll. Um die Abstände wegen Windschattenverbot einzuhalten musste man immer wieder entweder etwas rausnehmen oder auch wieder an anderen vorbeiziehen. Insofern nicht so ganz einfach zu fahren. Die erste Runde hatte ich genau im Plan erfüllt, in der zweiten wurde es etwas langsamer. Wahrscheinlich die Mischung aus mehr Ermüdung und eben der volleren Strecke. Am Ende war die Zeit mit knapp über 5 Stunden durchaus noch im Plan für eine Gesamtzeit unter 10 Stunden.

Der Lauf geht von der Wechselzone erstmal zum Main-Donau-Kanal. Der erste km ist leicht abfallend und immer der schnellste. Mir war klar, dass ich keine 4:45 Minuten in den weiteren km laufen würde. Angepeilt hatte ich Zeiten von etwa 5:15 Minuten pro km. Am Kanal ist die Strecke flach, so dass ich die Vorgabe in etwa halten konnte, wobei an den Verpflegungsstationen immer durch Aufnahme Getränke und Gels ein paar Sekunden liegen blieben. Schwerer wurde es dann doch etwa ab km 28 mit den Wellen des Wegs aus dem Wald und aus dem Rothgrund raus in die Stadt. Was mir dann doch ziemlich den Stecker gezogen hatte war der Berg ab km 32 hinauf nach Büchenbach. Etwa 3 km hoch und um den Dorfteich rum und das wieder runter. Leider war es dann runter auch nicht mehr wirklich leichter und ich hatte einiges eingebüßt. Am Ende war es eine Gesamtzeit von 10:13 Stunden, das Ziel unter 10 liegt auf der Laufstrecke. Wobei das Neo-Verbot bei mir etwa 7 bis 8 Minuten ausgemacht haben dürfte. Das Rennen ist jedenfalls verletzungsfrei beendet nach dem Wadenbeinbruch letztes Jahr in Hamburg. Im nächsten Jahr heißt es für mich in Roth als Zuschauer an der Strecke sein und unsere erfolgreichen Teilnehmer an der diesjährigen Warteschlange anfeuern😊

Meine Saisonhöhepunkt für 2026 steht auch schon fest. Erstens schönes Radtrainingslager Mallorca im März und zweitens: angemeldet habe ich mich für Ironman Hamburg. Ich freue mich auf gemeinsames Training und Wettkämpfe.