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von J�rg Zotzmann
Wetter: Wetter: heiter, 16 � 22 �C
Letztes Jahr musste ich noch verletzungsbedingt passen, im Corona-Jahr hat es nun geklappt. Ich starte zum ersten Mal beim Erkner Triathlon, meine erste Mitteldistanz dieses Jahr. Das Wetter ist super, vielleicht etwas frisch am Morgen. Der Start ist zur Entzerrung der Wettk�mpfe um eine Stunde vorverlegt worden auf 8 Uhr. Die Distanzen sind anders als in der Ausschreibung, das muss in letzterer nochmal angepasst werden, es waren 98 Radkilometer statt 93 und nur knapp 20 Laufkilometer statt 21.
Die Wettkampfbesprechung war in einem Video online verf�gbar, das k�nnte man eigentlich immer so machen. Die Startnummernausgabe erfolgte an den Vortagen im Stadler Prenzlauer Berg oder vor Ort. Das Einchecken verlief schnell und unproblematisch in eine sehr ger�umige Wechselzone in der Mitte des Stadions. Zwischen den Reihen war super viel Platz und zwischen den Pl�tzen einer Reihe in etwa die notwendigen 1,5 Meter mit der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu jeder Zeit.
F�r das Schwimmen waren zielzeitabh�ngig 5 Warteboxen (Maskenpflicht) eingerichtet worden, aus denen nacheinander die Athleten in einer langen Reihe zur Startlinie gef�hrt wurden. Dort wurde dann alle 2 Sekunden ein Athlet auf die Reise geschickt, erst an einer Tonne vorbei (f�r die Masken) und dann �ber die Zeitnahmematte ins Wasser. Das hat super funktioniert und war ein sehr angenehmer Start. Das k�nnte man ebenfalls so beibehalten, hoffentlich bald ohne die Tonne. Das Wasser des D�meritzsees hatte wohl 19 Grad, hat sich aber nicht so k�hl angef�hlt. Daf�r war es aber sehr tr�b, ich w�rde fast sagen noch schlimmer als der Schlachtensee. Ich habe ein paar Mal versucht, an jemandem dran zu bleiben, habe den Vorschwimmer aber immer gleich nach ein paar Sekunden wieder verloren, da er bei mehr als einem halben Meter Abstand einfach nicht mehr zu sehen war. Ein gro�es Viereck war zweimal zu umschwimmen.
Der Wechsel auf's Rad hat super geklappt. Die Strecke ist flach und schnell mit mindestens 95 % glattem Asphalt. Eine Runde musste dreimal abgefahren werden. Eine kleine Passage (knapp ein Kilometer) auf dem Weg zur und von der Runde war sehr schmal mit �berholverbot und Unebenheiten durch Baumwurzeln, die den Asphalt gehoben haben. Hier hat der Veranstalter eine neue breite Asphaltstra�e f�r n�chstes Jahr versprochen. Das Radfahren war super, nur auf der zweiten Runde hat sich jemand f�r mind. 5 km in meinen Windschatten geh�ngt. Das war sehr �rgerlich. Es hat mir zwar nicht direkt geschadet, aber ich m�chte nicht das Mittel f�r einen Regelversto� und eine durch Betrug verbesserte Radzeit eines anderen Athleten sein.
F�r das Laufen war das Wetter inzwischen fast schon zu warm. Meines Erachtens waren auch die Verpflegungsstationen etwas zu sp�rlich verteilt. Ich war unterwegs teilweise sehr durstig. Die Laufstrecke mit zwei Runden war ganz angenehm bis auf eine Teilstrecke von ein paar hundert Metern, die recht sandig und schwer zu laufen war. Der Zieleinlauf war v�llig unspektakul�r, weil keine Zuschauer zugelassen waren. Das war sehr merkw�rdig in einem Stadion, ich hatte das Gef�hl, dass sich niemand f�r den Zieleinlauf der Athleten interessiert. Im Nachzielbereich gab es dann in Schnellabfertigung die Medaille, etwas zum Trinken und einen Finisher-Beutel, dann ab in die Wechselzone, zusammenpacken und verschwinden. Verr�ckte Corona-Welt!
Der Triathlon hat dennoch viel Spa� gemacht, war aber auch hart. Die schnellen Triathleten meiner Altersklasse hatten wohl alle etwas Besseres vor. So bin ich mit meiner Zeit von knapp 5:07 h noch dritter in der AK geworden, wer h�tte das gedacht.