Radeln trotz Corona – eine Art Blog

von Dirk Bettge

(parallel auf Facebook gepostet – hier nun zum barrierefreien Nachlesen)

25.10.2020

Irgendwie hatte ich heute Vormittag am Auerbachtunnel den Eindruck, ich habe was verpasst oder mache was komplett falsch. Da sammelten sich Massen von Rennradfahrern, um den wunderschönen Sonntag auf den Brandenburger Landstraßen zu verbringen. Sicher keine schlechte Idee, aber wir hatten uns nunmal zur ersten Geländerunde verabredet, da kann man nichts machen.

Der Herbst hat voll eingesetzt, und man hatte den Eindruck, dass die viele Sonne die Blätter an den Bäumen nicht nur gelb färbt, sondern vermehrt zu Boden fallen lässt, um uns eine schön anzuschauende Kulisse zu schaffen. Nach der verlängerten Nacht am Ende der Sommerzeit hatten wir eine Stunde mehr schlafen können, so dass uns ein halbwegs früher Treff nicht schwer fiel. Die Weg-Verhältnisse im Wald waren im Grunde ideal, und man kann ja auch mal bei schönem Wetter im Gelände fahren. Eigentlich war absehbar, dass nicht nur ein paar Mountainbiker den Sonntag im Wald genießen würden.

Auch die anderen Berliner hatten sich aufgemacht Richtung Grunewald, meist zum Spazierengehen, aber auch zum Ganzkörper-Sonnenbaden, Schwimmen im Teufelssee, Segeln auf der Havel sowieso. So war es gut, dass wir halbwegs rechtzeitig unterwegs waren, denn am Ende wurde es auf den Parkplatz-näheren Wegen richtig unübersichtlich. Mag sein, dass das irgenwie Corona-bedingt verstärkt war, aber ich meine, dass es die Berliner in den früheren Jahren schon immer im sonnigen Spätherbst in die Parks und Wälder gezogen hat. Die Rennradfahrer haben wohl doch was richtig gemacht.

 


21.10.2020

Die Eicheln sind reif (vergl. Blog-Post vom 18.8.)! Aber einfach so zum Essen sind sie trotzdem nicht, der Radler nimmt lieber die wohlweißlich eingepackte Banane. Die Eichhörnchen laufen gerade überall wie wild durch die Gegend, ernten und verbuddeln Eicheln für den kommenden Winter. Wir haben noch nicht herausgefunden, ob sie dabei ein schlaues Konzept verfolgen oder ob sie einfach so viele Eicheln vergraben, dass sie überall welche finden, auch wenn die Krähen ein paar abzweigen. Ich könnte mir die vielen Stellen jedenfalls nicht merken, und ich glaube, die Eichhörnchen auch nicht.


15.10.2020

Im Brandenburgischen Exil bekommt man von den aktuellen Vorgängen auf der Welt nur soviel mit, wie man möchte, und auch das nur, wenn man Netz hat... Im Grunde ist also alles wie immer, und sobald man aus dem Dunstkreis der nahen Hauptstadt raus ist, sind die Landstraßen auch unter der Woche erfreulich leer. Leider passiert derzeit, was wir geahnt, aber nicht so richtig wahr haben wollten – die zweite Corona-Welle schwappt unübersehbar hoch. Konnte man vor zwei Wochen noch diskutieren, ob sich das wieder fängt (offenbar nicht) und wieviel von den hohen Zahlen mit mehr Tests zusammenhängt (sicherlich auch das) und wieviele Menschen tatsächlich ernsthaft krank sind, so zeigt der Blick über den brandenburgischen und deutschen Tellerrand, dass es langsam wieder ernst wird.

Gerade hat uns das Trainingszentrum in Sachsen mitgeteilt, dass wir das geplante und herbeigesehnte MTB-/Schwimm-Trainingslager nicht durchführen können – das kommt also nicht wirklich überraschend. Die Tagesschau vermeldet gerade, dass ein Gericht das sächsische Beherbergungsverbot (vorerst) wieder gekippt hat. Naja, ich denke wir planen das besser für Herbst 2021, den Termin haben wir schonmal gebucht. Auch die Sisu-Weihnachtsfeier haben wir abgeblasen – aber es wird natürlich etwas für alle geben.


8.10.2020

Die Brandenburger Weiten laden zu langen Touren ein – gerade jetzt. Die Tage mit Kleiderordnung kurz/kurz scheinen zwar für dieses Jahr vorbei zu sein, aber mangels sonnenhungriger Touristen und kurz vor den Herbstferien ist das Rennradfahren auf den Landstraßen recht entspannt, abgesehen von etlichen neuen Baustellen, die sinnvollerweise in dieser Zeit angegangen wurden. Auch in der Sommerfrische Buckow in der "Märkischen Schweiz" geht es gerade sehr beschaulich zu. Der Kapitän wartet im leeren Bierzelt ab, ob noch Fahrgäste für um 12 Uhr kommen. Der Radler isst seine Banane und weiter geht's.

Nach den märkischen Bergen wird es gen Süden wieder flacher, nur der kräftige Südwestwind erschwert das Vorankommen. In Fürstenwalde schließlich kann man die Spree auf der Fußgängerbrücke queren, die dafür extra eine gewendelte Auffahrt bereithält.


28.9.2020

Wieder ist ein Vierteljahr vorbei – Zeit für eine weitere Zwischenbilanz und einen vorsichtigen Ausblick.

 


27.9.2020

Könnt ihr euch noch an den Berlin-Marathon erinnern? Der hätte heute stattgefunden, und irgend ein vernetztes Event findet auch statt. Aber 40.000 Läufer beim gemeinsamen Start? Es war vielleicht ganz gut, dass man das rechtzeitig abgesagt hat. Eigentlich wollte ich 2021 nach langer Zeit wieder mitmachen – na mal sehen, ob das etwas wird, und das sage ich nicht wegen Corona. Derweil hat der Herbst nicht nur kalendarisch, sondern so richtig eindrücklich mit Regen losgelegt, so dass ich das Radfahren nach drinnen verlegt habe.

Noch hängen die Mountainbikes an der Wand, schön im Sichtfeld, aber das wird nicht mehr lange so bleiben. Noch ist Zeit, verschlissene Reifen auszutauschen, neue Laufräder aufzubauen und vielleicht sogar schon die ersten Gedanken auf die nächste Rennradsaison zu lenken, bevor im Frühjahr beispielsweis alle auf einmal neue Radschuhe brauchen. All dies kann man jetzt schön entspannt angehen und sich im Winter an blitzeblanker neuer Technik erfreuen, bevor es wieder losgeht.

 


23.9.2020

Jetzt haben wir tatsächlich schon Herbstanfang – Tag-und-Nach-Gleiche, die Sonnenzeiten werden rapide kürzer, fast 3 Minuten pro Tag. Immerhin genießen wir noch einen traumhaften Spätsommer, ideal für Feierabendrunden in den Sonnenuntergang. Nach einem Zwischenhalt am Olympiastadion ging es Richtung Teufelsseechaussee (so viele Doppelbuchstaben...). Ich glaube, ich bin noch nie mit dem Rennrad den Fußweg auf das Plateau des Drachenbergs hochgefahren, aber es bot sich an. Oben war ich nicht der einzige, da waren ein paar Hundert andere, die einem Trommler gemeinsam die Rhythmen nachsangen (Ecstatic Dance?).

Wie auch immer, der Sonnenuntergang war wirklich sehr schön. Meine leicht rauschigen Handybilder geben das erst nach sehr heftiger und trickreicher Nachbearbeitung halbwegs so wieder, wie es live aussah. Die leicht sandige Abfahrt ließ mich schonmal an die MTB-Wintersaison denken, die vielleicht recht bald beginnt.

 


14.9.2020

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wird dieser im Bau befindliche Flughafen kommenden Monat eröffnet werden, dann wird an der Fahrradstraße eine ganz andere Geräuschkulisse sein, Kerosinschwaden übers flache Land ziehen und der Hügel am Ende der Startbahn von Plane-Spottern belagert sein. Ist vielleicht ganz praktisch, dass gerade eh kaum jemand fliegt und die meisten Geschäfte im Flughafen Tegel dicht oder pleite sind. So wird man vermutlich den Umzug ganz klammheimlich über mehrere Tage verteilt hinbekommen, im Jahre 2012 beim ersten Versuch wollte man zwei Nächte lang die Stadtautobahn komplett sperren. Aber im Ernst – wenn BER in Betrieb ist, werden wir letztlich doch froh sein, dass es endlich geschafft ist. Dank des eingeschränkten Flugbetriebs wird man ohne Hast alle Unzulänglichkeiten beheben können.

Wie in den meisten Jahren kommt der Sommer immer nochmal ein wenig wieder, nachdem er schon vorbei zu sein schien, der Südwind macht's möglich. So haben wir uns am Sonntag nocheinmal zu einer Motzensee-Runde aufgemacht mit Zwischenhalt am Freibad Kallinchen, um mal wieder nach dem rechten zu sehen. Spontan sind wir diesmal neben dem Freibad zum Fischer runtergegangen. Und siehe da – es ist richtig nett dort: Der Räucherofen qualmt, und der noch warme Fisch wird praktisch ohne Umweg aufs Brötchen verfrachtet. So leckere Fischbrötchen hatten wir ganz lange nicht, und das in Brandenburg! Mit der Zeit lernen auch wir alte West-Berliner die Brandenburger Lebensart zu schätzen.

Wind und Wärme haben uns mit der Zeit doch sehr beansprucht, man merkt das unterwegs erst gar nicht so richtig. Die schon fast historischen Bahnschranken am Bahnhof Dabendorf bei Zossen sind übrigens im schönsten Sisu-Farbgewand geschmückt!

 


6.9.2020

Mit zunehmendem Tempo kommt jetzt der Herbst. Meteorologisch hat er bereits begonnen, im Kalender beginnt er erst zur Tag-und-Nacht-Gleiche am 22. September. Jeden Tag wird es jetzt 2 bis 3 Minuten früher dunkel, Schlachtensee um 19 Uhr ist schon etwas spät, Radtraining ab 18 Uhr ebenfalls. Wider Erwarten stehen doch noch Wettkämpfe auf dem Kalender: Jetzt am Wochenende liefen Berlin-Tri und F60-Tri, kommendes Wochenende findet der Erkner-Tri statt (das ist kein verschobener Termin). Bei letzterem wurde zusätzlich ein Zweitliga-Rennen untergebracht, m.W. das einzige "echte" in dieser Saison, bei dem Sonja starten wird. Eine Woche drauf ist dann wahrscheinlich der verschobene Spreewald-Duathlon, bei dem die ganze Familie am Start ist und etliche weitere Sisus in den Meldekisten stehen.

Jedenfalls war heute so angenehmes Wetter, dass die Berliner wieder die Parks und Wälder bevölkert haben, jedes schönes Wochenende könnte ja das letzte in diesem Jahr sein. Weiter draußen war es wie immer deutlich ruhiger. Ansonsten bleiben mir noch zwei Wochen, um an der nicht wirklich vorhandenen Laufform zu feilen, damit die Vorstellung am Briesener See nicht zu peinlich wird. Doch das ist ja nur der kleine Duathlon, und ich muss auch nicht mehr Schwimmen diese Saison. Ich glaube, niemand hat große Erwartungen, aber es wird vielleicht doch noch ein versöhnlicher Abschluss der Sommersaison.


31.8.2020

Eigentlich hätten wir am Sonntag um 6 Uhr früh kurz vor Sonnenaufgang am Motzener See gestanden und angefangen, die Schwimmstrecke vorzubereiten. Die Wasserrettung hätte ihre Boote zu Wasser gelassen und wäre ausgeschwärmt, die großen gelben Bojen zu holen und zu positionieren. Aber es sollte nicht sein, nicht zuletzt weil wir selbst es für nicht verantwortbar hielten, eine solch große Veranstaltung in einem kleinen Ort in Brandenburg, dessen Gastfreundschaft wir genießen, inmitten eines unklaren Infektionsgeschehens abzuhalten. Verschieben war organisatorisch schwierig und was wäre es für ein Chaos, wenn das alle versuchten?

Wir hatten überlegt, wiederum einen kleinen Privat-Triathlon auf Originalstrecken abzuhalten, doch haben Sonja und ich die Gelegenheit genutzt, um – passend zum späten Start der Tour de France – die gute Radform zum Ende der Saison mit einem 200er Radmarathon zu bestätigen. Dabei waren wir außerdem 200 Meter über Normal-Null – ihr wisst es, das kann nur der Hagelberg im hohen Fläming sein. Bisher sind wir immer nur auf der "Flämingrunde"-RTF dort vorbeigekommen, aber diesmal hatten wir ja Zeit und sind zu Fuß die letzten Meter bis zum Gipfel aufgestiegen. Es gibt dort ein richtiges Gipfelkreuz und sogar einen Kasten mit dem obligatorischen Gipfelbuch, da war aber leider keine Seite mehr frei, ist wohl doch zu einfach zu erreichen.

In Treuenbrietzen auf dem Hinweg gedachten wir Kaffee und Kuchen zu nehmen, aber Punkt 12 machte auch die letzte Bäckerei zu mit dem fröhlichen Ausruf "Feierabend" dicht, statt sich mit einer höflichen Entschuldigung gegenüber den hungrigen Kunden zu belasten. Also verließen wir die Stadt schleunigst und suchten uns die nächste Dorfkirche für eine kleine Brotzeit. Da waren wir dann schon im hohen Fläming, und die restlichen Höhenmeter waren nicht mehr sehr beeindruckend. Hinter der Passhöhe (Col d`Hagelberg?) auf 185 Meter geht's dann sanft abschüssig bis Bad Belzig runter, da hatten ein Italiener und ein Inder offen, bei letzterem hatten wir leckere Teigtaschen, wie gemacht für den eiligen, aber hungrigen Rennradler.

Richtung Osten wurde es dann langsam dunkler am Horizont. Hatten wir bis dahin wirklich ideale Bedingungen gehabt, so setzte – wieder mal – bei Trebbin der Regen ein, der einfach nur immer stärker wurde und uns ab da bis nach Hause begleitete. Am Anfang hofft man noch, dass es bei den paar Tröpfchen bleibt, aber irgendwann ist dann klar dass man die Nässe einfach akzeptieren muss und irgendwo unterstellen nichts bringt. Bis in weit die Nacht hinein prasselte anschließend noch der Regen nieder, da hätte man lange ausharren können!


24.8.2020

An diesem Wochenende hat nun auch der BerlinMan nicht stattgefunden, leider. Aber dank zweijährlichem Austragungs-Modus ist vielleicht gar nichts verloren, er findet 2021 erstmals in einem ungeraden Jahr statt, das ist mir jedenfalls bislang noch nicht untergekommen. Stattdessen sind wir eine ordentliche Südrunde gefahren bis runter nach Baruth, und dank unerwartet viel Wind auf der Strecke sind wir auch zu zweit Windstaffel gefahren. Man konnte den Windschattenpunkt tatsächlich fühlen, eine gute Übung.

Kurz hinter Baruth zeugen zwei alte sowjetische T34-Panzer auf Sockeln von einer der letzten großen Schlachten des zweiten Weltkriegs, ich habe es anschließend nachgelesen, ein Irrsinn. Dort unten ist die B96 eine normale Landstraße ohne viel Verkehr (jedenfalls am Sonntag), bevor sie beim nächsten Zusammentreffen vor den Toren der Stadt sehr Autobahn-ähnlicher geworden ist, man sich mit dem Rad irgendwie durchschlägt, bevor alles schließlich auf den Lichtenrader Damm mündet.


20.8.2020

Grob fahrlässig ist etwas, wenn es gerade eben noch nicht absichtlich war, oder? Wenn man rein zufällig ein paar Anklips-Lämpchen gekauft hat und zufällig erst so spät losfahren kann, dass es am Ende dunkel wird, weil unter 2 Stunden nicht gilt, dann ist das gerade eben noch keine Absicht, finde ich.

Aber wie auch immer. Jedenfalls staune ich, wieviele Rennradfahrer in der Dämmerung Lampen am Rad haben, es ist die deutliche Mehrheit. Vielleicht ist mir das bislang nicht aufgefallen, weil ich immer nur im Hellen fahre oder mich höchstens mal mit leicht schlechtem Gewissen nach Sonnenuntergang noch nach Hause schleiche. Dabei rede ich mir dann ein, dass es nur schon so dunkel ist, weil ich die Sonnenbrille auf habe, doch wenn man die Lichtkegel der Autos schon deutlich sieht, dann ist das – naja – gerade eben noch keine Absicht.


18.8.2020

Mittlerweile geht der Sommer in die letzte heiße Phase, das Korn ist größtenteils eingeholt, und der Mais erreicht ungeahnte Größen, bevor auch er geerntet wird. Bei über 30 Grad wird jede längere Ausfahrt anspruchsvoll für Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt, das kann man leicht unterschätzen. Ganz früh oder ganz spät fahren ist eine Option. Früh ist besser, denn es wird bereits merklich früher dunkel, so dass ich letzte Woche am Ende der Feierabendrunde mit dem letzten brauchbaren Licht bis nach Hause gekommen bin. Daher habe ich gleich am nächsten Tag einen Satz aufladbare Anklipslampen erstanden, denn die Vielfahrerei wird absehbar noch eine Weile weitergehen.

Obwohl – die Russen sagen gerade, sie hätten einen Impfstoff: Da bin ich gespannt, es ist ein riskantes Spiel unter Weglassen wichtiger Testmechanismen. Sicherlich, etwas Propaganda ist auch mit im Spiel, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagt man nicht nur im Sport. Trotzdem werde ich noch eine Weile mehr Radfahren als üblich, denke ich. Auf der Habenseite befindet sich jetzt immerhin unser Sommerfest, das wir letztes Wochenende unverzagt, aber unter angepasster Organisation auf der grünen Wiese durchgeführt haben. Damit hatte ich nicht mehr wirklich gerechnet, und es war shön, viele der Sisus nach einem knappen halben Jahr wiederzusehen – Sisu lebt! Auch die Wieder-Aufnahme des Schwimmtrainings in der Halle verspricht einen Schritt in Richtung gewohntes Training, auch wenn wir einige Vorsichtsmaßnahmen einhalten müssen, das ist klar, und zudem nicht die volle Kapazität haben werden. Normalität kann man das alles noch nicht nennen, aber wir loten die Möglichkeiten aus.


10.8.2020

Während die Sommerferien am Wochenende ausgelaufen sind (heute war in Berlin der erste Schultag trotz Corona), hat der Sommer bezüglich Temperaturen nocheinmal so richtig Fahrt aufgenommen. Am Samstag war es schon richtig heiß, so dass wir es bei einem Läufchen belassen haben und – wie sicherlich manche anderen auch – auf die Idee gekommen sind, gegen unsere sonstigen Gewohnheiten am Sonntag mal früh aufzustehen und die Morgenkühle für eine Radrunde auszunutzen.

Ich weiß, sonst kommt auf den Bildern der Abendrunden auch immer die Sonne von links – das liegt daran, dass auf dem Rückweg die untergehende Sonne besonders schön flach steht und mit rotem Licht lange Schatten wirft. Bei der Morgenrunde ist es naturgemäß umgekehrt – das schöne Licht gibt's auf dem Hinweg kurz nach Sonnenaufgang, so dass in Fahrtrichtung die Schatten wiederum von links kommen.

Da wir das nicht so oft machen, waren wir doch sehr angetan davon, wie wenig Verkehr am Sonntagmorgen ist und wieviele Rennradfahrer freundlich grüßend entgegen kommen. Wind gab's praktisch gar nicht, so dass unser Schnitt am Ende erfreulich abgelesen werden konnte. Zum zweiten Frühstück war das Tagwerk bereits erledigt, und zur größten Mittagshitze konnten wir eine ausgedehnte Siesta einlegen als Vorbereitung auf das abendliche Balkongrillen. Ein gelungener Tag!


2.8.2020

Angesichts des tollen Sommerwetters war mal wieder eine längere Runde dran, diesmal im weit ausholenden Bogen mit Brandenburg/Havel als westlichem Kulminationspunkt. Bis Fresdorf am Ende der Verbindungsstraße, die von Tremsdorf rüberführt (1000x mit den Sisus gefahren) ist ja alles wohlbekannt. Da klapperten tatsächlich die Störche ihren Balztanz auf dem Acker am Ortsschild. Die Komoot-geplante Straße durch den Wald zum Seddiner See erwies sich als teils gravelig, aber mit etwas Konzentration und Gefühl ist es auch mit 23er Reifen fahrbar. Im Wald herrscht echt Brandenburger Ferien-Landleben an den vielen halb wilden Badestellen. Irgendwann setzt unmerklich wieder Aspahlt ein, erst halb unter Sand verschüttet, schließlich taucht man wieder in der Zivilisation auf und man fährt hoch in den Ort.

Brandeburg ist mittlerweile das Land der Radwegfreunde. Beim Rennradfahren sehe ich das so: Kein Radweg – kein Problem. Eine Landstraße ist eine Landstraße: Alle fahren drauf und arrangieren sich, 30 Jahre nach der Wende klappt das auch in Brandenburg ziemlich gut. Mittlerweile sind auch hier die meisten kleineren Landtraßen asphaltiert, so dass die Rennradfahrerei meist problemlos und ohne viel Gerüttel von der Hand geht (sozusagen). Allerdings verbreiten sich flächendeckend (pandemisch?) die typischen Brandenburger Radwege: Im Neuzustand glatt, allerdings dünn und billig asphaltiert, so dass nach ein bis zwei Jahren die ersten Wurzeln durchbrechen. Dazu ständige Seitenwechel, abrupte Enden im Ort (Radfahrer absteigen!), Hakenschlagen um Baumgruppen.

Besonders auf langen Touren bin ich ausreichend damit beschäftigt, mich auf Strecke und Vorwärtskommen zu konzentrieren, da brauche ich nicht zusätzlich gut gemeinte Zickezacke-Hühnerkacke, das macht nur das Leben kompliziert. Meist ist das am Wochenende auch völlig egal, aber klar, wenn man dann vor Brandenburg auf die B1 kommt, sind manche Autofahrer recht unentspannt, die Zeit ist kostbar am Wochenende, das muss man verstehen. Auf der Havelbrücke war dann alles dicht wegen Unfall, so dass ich ungestört von Verkehr in die Neu- und Altstadt einreiten konnte.

Ein paar wirklich gute Radwege gibt's nördlich von Brandenburg, die wurden laut Beschilderung mit EU-Mitteln gebaut. Da schau her, mit EU-Geld kann man auch in Brandenburg überdurchschnittlich brauchbare Radwege bauen, fast wie in Dänemark (zum Beispiel). Die führen scheinbar alle nach Radewege (kein Scherz!), das passt ja auch irgendwie. Wie auch immer, bei knapp 30 Grad im Schatten lüftet der Fahrtwind noch recht gut, aber es muss dann doch ab und an Wasser-Nachschub her, z.B. im abgelegenen Campingplatz aus dem Gartenschlauch der Rezeption, die ansonsten gerade nur Eis verkauft, ansonsten ist da völlig tote Hose.

Neu war für mich auch die Landstraße durch den Wald nach Hakenfelde, die über einige Kilometer mit schönem feinen Kopfsteinpflaster ausgelegt ist. Das läuft sogar ganz gut, aber nach ein paar Kilometern mit ständigen Vibrationen fängt das Hirn an zu halluzinieren, ob das hier jemals aufhört oder ob ich in einem bösen Traum gefangen bin. Aber es hört auf (an der Wendeschleife des M45er Bus) und Berlin hat einen wieder. Die "Freiheit" ist am Wochenende die ruhigere Alternative zu den großen Einfallstraßen Richtung Charlottenburg.


29.7.2020

Die großen Ferien haben ihren Höhepunkt erreicht – soweit die Leute wieder verreisen können, tun sie es genau jetzt. Für die Daheimgebliebenen stellt sich wieder dieses angenehme Gefühl von relativer Leere ein, naja, was Großstädter so Leere nennen, aber immerhin. Abends Richtung Sonnenuntergang wirkt gerade alles total entspannt, was könnte da es schöneres geben, als das Rennrad am Feierabend noch ein wenig laufen zu lassen?

Nach einer spitzen Wende bei Kleinbeuthen ging es wieder nach Norden, vorbei am Siethener See, den Südlichen Autobahnring gequert, dann die Bahn und gleich scharf rechts. Wenn man anschließend bei Struveshof den Kreisel Dreiviertel umrundet und auf die Straße nach Norden durch das Datschenviertel abbiegt, landet man nach einer Weile auf einer asphaltierten Fahrradstraße, die einen autofrei nach Sputendorf bringt (die Vielfahrer wissen das sicherlich).

Dort endet die Pracht mit einem Stück echten Brandenburger Kopfsteins, aber wenn man dann nicht auf den Asphalt abbiegt, sondern links-rechts weiter geradeaus fährt, führt nach einem weiteren Stück Pflaster ein Plattenweg mehrere Kilometer durch den Wald, der so gerade eben Rennrad-tauglich ist. Es geht ja das Gerücht, ein Gravelbike sei alles, was der Mensch braucht, es könnte stimmen.

Nach ein paar Metern Sand und Kies steht man vor einem Zaun an der L40 (klingt nicht wichtig, sieht aber wie Autobahn aus). Die netterweise parallel übrig gelassene Landstraße führt zu einem soeben erst in die Landschaft gesetzten Minikleeblatt ("Marggraffshof", ich hab's nachgesehen), wo man Richtung Norden queren kann. Eine völlig neue Verbindungsstraße schwingt in sanftem Bogen Richtung Teltow, die Schutzfolie wurde vermutlich vorgestern erst abgezogen, vobei an Kreiseln mit noch sinnfreien Abfahrten.

Schließlich in Teltow durchgewurstelt (natürlich streng GPS-geplant) musste ich feststellen, dass die Teltowkanalbrück Warthestraße neu gebaut wird, aber eine Behelfsbrücke für Unmotorisierte führt netterweise trotzdem (vorbei am Sportpark, wo oft hochklassige Crossrennen ausgetragen werden) zurück in bekanntere Gefilde und Richtung Zehlendorf.


25.7.2020

Dass niemand so richtig auf die Schnellspanner schaut, das wundert eigentlich nicht. Aber mir fallen immer Rennräder auf, bei denen das Lenkerband im Bereich des Unterlenkers völlig neu und unbenutzt aussieht. Bei vielen Rennrädern gibt es den Unterlenker offenbar nur aus Designgründen, damit man z.B. erkennt, dass es sich um ein Rennrad handelt. Aber in letzter Zeit fällt irgendwie auf, dass sich der Unterlenker steigender Beliebtheit erfreut. Abgesehen davon sind wir mal wieder eine südliche Runde gefahren:

Es ist ja klar – das Fahren im Windschatten einer Gruppe ist derzeit nicht so verbreitet, da muss man viel öfter mal die Nase in den Wind stecken und kann nicht einfach mitrollen, ansaugen, Hinterrad lutschen und wie man das sonst noch so nennt. Über die Brandenburger Weiten weht öfter mal ein sehr frischer Wind, der meistens nicht von hinten kommt. Offenbar fällt jetzt vielen Rennradlern notgedrungen auf, dass es eine aerodynamische Option gibt: den Unterlenker.

Am stärksten fühlt man den Unterschied zwischen Ober- und Unterlenker natürlich, wenn die Luft sehr schnell vorbeizieht: nicht nur bei Gegenwind, sondern auch bergab und bei Tempointervallen, die man ab und an mal einstreuen sollte. Wenn die Sitzposition insgesamt halbwegs sportlich eingestellt ist (der Lenker also deutlich tiefer steht als der Sattel), dann ist der Unterlenker nicht die Griffoption, die man stundenlang fahren kann, aber es ist sehr hilfreich, sich heranzutasten und zu erfühlen, wie man sitzen muss, damit die tiefe Position eine Weile gefahren werden kann.

Auch das Sprinten im Unterlenker per Wiegetritt muss man üben, damit es effizient funktioniert. Der Körper sollte dabei völlig ruhig durch den Wind pflügen, während das Rad unter dem Fahrer heftig arbeitet. Hier sind ein paar Motivationslinks: Einmal eine kleine Lehrstunde mit Marcel Kittel und Greipels Sieg auf den Champs Elisées. Sprinten macht Spaß, probiert es aus. Irgendwann fahren wir dann wieder Ortsschildsprints in Brandenburg.


22.7.2020

Nach einem eigentlich zu kurzen Sommerurlaub nebenan in Brandenburg habe ich kurzerhand die schon 15 Jahre alten Reifen vom Fixie getauscht (originale GP4000 mit blauer Lauffläche, ja – so lange gab's die schon) und mich auf eine Feierabendrunde in den Sonnenuntergang begeben. Dank Sommerferien ist es jetzt abends noch ruhiger als ohnehin schon, und ohne viel Wind braucht man ohnehin keine Gänge, das wird alles fürchterlich überschätzt, das gleiche gilt für Hinterradbremsen, Freiläufe und Carbon. Bei keinem anderen Rad ist die Verbindung zur Straße so direkt.

Mittsommer ist einen Monat vorbei, die meisten Felder sind erntereif. Man hört, dass einige Impfstoff-Kandidaten hoffnungsvoll in größere Tests gehen, das klingt tatsächlich nicht so schlecht, wird aber diese Wettkampfsaison wie vermutet nicht mehr retten. Nach langer Ungewissheit für die Teilnehmer wurde der bereits auf Ende September verschobene Ironman Germany in Frankfurt von der Stadt Frankfurt gecancelt, genauso wie gerade gestern die in Hamburg etwas optimistisch auf Anfang September neu terminierten Großveranstaltungen Ironman und Hamburg City Triathlon (und der Marathon und die Cyclassics gleich mit). Das war den Verantwortlichen wohl doch alles etwas heiß – die Begründung lautet auf nicht durchführbare Nachverfolgbarkeit von Zuschauern bei dieser Größenordnung.

Könnten Veranstaltungen ohne Zuschauer dann vielleicht stattfinden? Das könnte sein, hängt aber von der Größe, vom Platz und von den lokalen Behörden ab, die dafür jeweils gerade stehen würden, wenn ein neuer Hotspot verursacht würde. Man hört, dass der F60-Triathlon im alten Tagebau Chancen hat (die haben jedenfalls Platz), und auch der ausgefallene Spreewald-Duathlon macht einen zweiten Anlauf (da sind die Teilnehmerfelder übersichtlich bei zusätzlichen Distanzen und Einzelstarts). Auch Berlin-Tri und Erkner-Tri glauben noch, dass sie trotz großer Teilnehmerfelder eine Chance haben. Ich persönlich plane gar nichts, gehe Radfahren und erfreue mich am Sommer. Allerdings – ich gebe zu, beim Spreewald-Du sind wir gemeldet, und einen klitzekleinen Privat-Tri haben wir im Urlaub auch wieder gemacht. Brandenburg ist wirklich groß...


9.7.2020

Je weiter man von Berlin weg kommt, desto weniger kann man Dinge wie Mietenwahn, Verkehrsstau und Gedränge im Shoppingcenter verstehen, es kommt einem nach einer Weile völlig irreal vor. Das entferntere Umland besteht über weite Strecken aus scheinbar völliger Leere (genauer gesagt Wäldern und Feldern) mit ein paar kleinen Ortschaften dazwischen. Brandenburg hat wirklich Platz ohne Ende, vielleicht könnte man einfach ein paar völlig neue Städte gründen, es würde nicht weiter auffallen.

Am weitesten weg von alldem sind augenscheinlich die Orte am Rande des Oderbruchs. Hinter denen geht es (von Berlin aus gesehen) in die Abfahrt runter in diese unglaubliche Tiefebene, von ca. 100 Metern auf nur noch knapp über Normal Null. In Ringenwalde beispielsweise scheint die respektable Dorfkirche wie ein Relikt aus ferner preußischer Zeit, die uralten Feldsteine des Turms geflickt mit Ziegeln und Mörtel, die ursprünglichen Eingänge zugemauert, doch der Kirchhof mit den wenigen Grabstätten ist gepflegt und geharkt, mit einer einladenden Bank für die pausierenden Radler. Rundherum ist etwas Dorfleben, spielende Kinder, aber auch verfallende Gebäude mitten im Ort. Hier ist jedenfalls kein Gedränge.

Direkt hinter dem Ortsschild geht es wie gesagt richtig begab, fast schon alpin (für Brandenburger Verhältnisse). Unten erstreckt sich dann das alte Binnendelta der Oder, im 18. Jahrhundert kanalisiert, mit holländischen Experten trockengelegt und das neue Land vom preußischen König an verdiente Adlige verteilt. Schnurgerade Straßen und ordentliche Dorfdurchfahrten prägen heute noch das Bild, stellenweise scheint auch hier die Zeit stehen geblieben zu sein – wo gibt es sonst noch Wohnstraßen, wo keine Autos stehen?

Hinter dem Neuhardenberger Schloss geht's rechts und bald wieder rauf auf die Hochebene, vorbei an alten Dörfern, großzügigen Herrensitzen und Hinterlassenschaften der sozialistischen Baukunst. Ein paar Hügel noch, und alles sieht aus wie gewohnt, die steife Brise aus Westen senkt langsam den Schnitt. Die B5 ist hier eine schmale zweispurige Landstraße, nicht so monströs wie wir das hinter Spandau kennen.


2.7.2020

Wieder waren wir bei bestem Sommerwetter (nicht zu heiß, nicht zu viel Wind) im Brandenburgischen unterwegs, teils auch wieder auf den Spuren der bekannten Triathlonrennen. Wie auch viele andere kleine Orte lädt Giesensdorf mit einer Bank vor der Kirche am alten Dorfanger zum Verweilen ein, da fühlt man sich fast wie in Dänemark.

Zuvor hatten wir schon Kossenblatt durchmessen, wo in früheren Jahren immer ein kleiner Triathlon stattgefunden hat, den wir irgendwie nie ernst genug genommen haben, um ihn in die Jahresplanung aufzunehmen. Dort gibt es sogar zwei Seen, den kleinen und den großen Kossenblatter See, letzterer ist immerhin größer als der unter Triathleten bekanntere Briesener See, der übrigens nur ca. 20 km weiter südlich liegt.

Die gesamte Gegend zwischen Storkow im Norden, Märkisch Buchholz im Westen, Lübben im Süden und Lieberose bzw. Beeskow im Osten ist schönstes Rennrad-Revier mit ruhigen Landstraßen, einigen Hügeln und wenig Verkehr zwischen den vielen kleinen Ortschaften – wie eben Giesensdorf. Nach der ausführlichen Pause dort ging es dann weiter Richtung Scharmützelsee.

Am Nordende des Sees befindet sich das große Strandbad, wo letztes Jahr erstmals der Scharmützelsee-Tri stattgefunden hat, der den Storkower Tri ersetzen soll, der aus allen Nähten geplatzt war. Auf der engen Querung durch Bad Saarow haben wir noch den Linienbus abgehängt und uns dann auf die wunderschöne Passstraße durch den Wald Richtung Kolpin begeben, die auch Teil der Radstrecke ist. Da war das 23er Ritzel meiner Zeitfahrmaschine gerade so ausreichend, um halbwegs effizient hochzukurbeln. Die Anmeldung ist auf 2021 übertragen – hoffen wir das beste bis dahin.


25.6.2020

Mittsommer ist vorbei, das halbe Jahr auch fast schon, und die Hälfte davon haben wir uns statt mit Wettkämpfen mit Dingen beschäftigt, von denen wir nie etwas wissen wollten. Ab sofort werden die Tage wieder kürzer – Zeit für eine Zwischenbilanz und einen vorsichtigen Ausblick.

Um zunächst die Stimmung ein wenig zu heben sind hier wieder ein paar Bilder vom Brandenburger Mittsommerabend kurz vor Sonnenuntergang. Tolle Stimmung, bestes Rennradwetter, endlose Alleen, das Korn wird reif – was will man mehr? Naja, ihr wisst schon, was jetzt kommt, und das wird etwas länger, sorry, ich weiß. Um die Blog-Formate nicht zu überfordern, gibt's hier den Link auf den kompletten Text.


21.6.2020

Nach 20 Jahren ununterbrochener Treue ein Jahr ohne Spreewald-Triathlon? Geht gar nicht! Hier ist unser Bericht vom DoSo-Briesensee-Triathlon 2020.


19.6.2020

Ganz bis nach Wittenberg haben wir es immer noch nicht geschafft, aber den Aktionsbereich schonmal bis nach Jüterbog erweitert. Und eigentlich muss ich sagen – 160 km reichen im Grunde für einen erfüllten Samstag. An jenem Samstag hätte der Spreewald-Tri stattgefunden. Uns dämmerte beim Dahinrollen mit der Zeit, dass das in jeder Hinsicht anspruchsvoll geworden wäre.

Bereits beim morgendlichen Gang zum Bäcker lag eine Schwüle in der Luft, die einen drückend heißen Tag erwarten ließ. Bei solch einer Wetterlage ist meist kaum Wind, so dass der Fahrtwind als einzige Kühlung unterwegs herhalten musste. Ausnahmsweise wurde es sogar wärmer als von den rekordgeilen Wetterdiensten prophezeit, meine Lieblings-Wetterstation auf dem Insulaner hat später 32 Grad gemessen – und ich nehme schon an, dass das im Schatten war. Später kam dann der große Regen...

Aber zurück zum nicht stattgefundenen Wettkampfgeschehen. Wir (Sonja und ich) hatten uns beide für die Mitteldistanz angemeldet. Die Wassertemperaturen sind ja noch Neo-tauglich, aber der Einstieg in denselben wäre schon schweißtreibend geworden. Beim Radfahren wäre es immer heißer geworden, und die vier Lauf-Runden um den Briesener See hätten von Hitze bis Gewitterschauer alles geboten, was zu einem echten Sommertag im Spreewald gehört. Es wäre richtig hart geworden, auch mit besserer Gesamtform als jetzt gerade.

Nach einem ausführlichen Bäckerbesuch in Jüterbog (wirklich eine beeindruckende Altstadt!) machten wir uns nach einer Stadtrundfahrtzusatzschleife wieder auf den Weg nach Norden. Da sah es rechterhand (von wo der Wind kam) schon etwas dunkel aus. Vor Trebbin zuckten die ersten Blitze – wir legten einen Zahn zu, um vielleicht noch vor dem Schauer durchzukommen, aber es reichte nicht. Eine ganz aparte Buswartehalle aus sozialistischen Zeiten kam genau im rechten Moment vorbei und gab uns Gelegenheit für eine ausführlich Brotzeit bei Schüttregen.

Anschließend gab es nur noch Wasser von unten, das kennen wir ja schon (s. letzter Bericht). Rechtzeitig vor dem ganz großen Regen waren wir zuhause. Sonja meint, es regnet immer, wenn wir länger fahren. Da wir den Gedanken an den ausfallenden Spreewald-Tri nicht loswurden, beschlossen wir, am Wochenende drauf unseren privaten DoSo-Spreewald-Familien-Tri abzuhalten – wir freuen uns drauf und werden berichten!


11.6.2020

Der Juni holt den April nach – immerhin ist es etwas wärmer. Trotzdem – nass bleibt nass und Dreck bleibt Dreck. War am Sonntag schönster Frühsommer (die Kornblumen blühten in den surrealsten Blautönen mit viel UV-Anteil für die Bienen) so gab es heute vor allem Wasser von unten, nachdem sich am Nachmittag ein paar schwüle Wolken verdichtet und abgeregnet hatten. Da sammelt man mit der Zeit alles auf, was sich am Boden bei Trockenheit langsam angesammelt hat. Vom Hinterrad der Vorderfrau spritzte ein steter Strom dreckigen Wassers unter den Sattel und lief von dort Dreckschlieren-bildend die Sattelstütze runter Richtung Tretlager. Die Windschattenprosition direkt am Hinterrad ist dann nicht so attraktiv.

Am Wochenende wird dann leider der Spreewald-Tri nicht stattfinden (Ich hatte mich echt für die Mitteldistanz angemeldet!), stattdessen gibt es eine lange Tour, die hoffentlich nicht von Sommergewittern gestoppt wird!


9.6.2020

Ich bin wieder Triathlet! Na fast jedenfalls – was fehlt ist noch die nahtlose Kombination der drei Teil-Sportarten. Gestern war ich das erste Mal seit knapp drei Monaten wieder schwimmen. Der Schlachtensee hatte angenehme 19 Grad (geschätzt), da wäre in der ersten Liga schon wieder Neoverbot gewesen ;-) Die ganz harten waren ja schon bei 10 Grad Anfang Mai unterwegs...

Der Betrieb auf der Liegewiese war bei abends bei 20 Grad Lufttemperatur doch sehr übersichtlich, das lädt eben noch nicht zum klassischen Sonnenbaden ein. Aber der Einstieg war (natürlich mit Neo) lange nicht so schockartig wie erwartet. Es war sogar ganz angenehm, und das Schwimmen selbst fühlte sich überraschend gut und unauffällig an – nach einigen Jahren ist der Bewegungsablauf doch ganz gut ins Kleinhirn eingebrannt. Gefühlt läuft das, und wie schnell es wirklich ist, erscheint derzeit nicht relevant. Wir haben es für den Anfang bei einer knappen halben Stunde bewenden lassen, das ist für die Schultern sicherlich besser. Aber es fühlt sich gut an, das motiviert!

Das Lauftraining auf der Bahn auf dem Dominicus-Sportplatz betreiben wir schon seit ein paar Wochen wieder innerhalb der Grenzen der jeweils aktuellen Corona-Verordnung. Die Sisus teilen sich in mehrere getrennte Gruppen auf und nutzen die Breite der Bahnen aus, um nicht zum Hotspot zu werden. Ich bin ja jetzt der Jeden-Tag-Radfahrer (Zitat Sonja) und bin daher mal kurz mit dem Rennrad vorbeigefahren, um euch ein paar motivierende Bilder zu liefern. Wir können sicherlich nicht beliebig viele Sisus gleichzeitig dort trainieren, aber derzeit scheint es gut zu funktionieren.


7.6.2020

Zur Zeit wird ja alles irgendwie digital: Home-Office, Video-Besprechungen (auch der Sisu-Vorstand), Zwift-Training boomen geradezu, Kontaktpflege per WhatsApp ist Standard, und Klassiker wie die gute alte email tragen ihren Teil bei. Aber alles kann nicht digital sein. Sport beispielsweise findet nicht im Konjunktiv statt (wie Micha Noll sagen würde), sondern draußen, ganz real. Es sind also intelligente Mischungen gefragt aus realen und digitalen Aktivitäten.

Neben dem Sport wird auch das restliche gesellschaftliche Leben teildigitalisiert - heute zum Beispiel die bekannte Fahrradsternfahrt des ADFC, sonst bei gutem Wetter eine Massenveranstaltung und eine Mischung aus Demo für den Radverkehr in der Stadt und Familien-Happening mit Ausfahrt über die Stadtautobahnen. Nach Avus-Fahrt mit Einzelanmeldung wurde aus der Sternfahrt schließlich ein digitaler Fahrradstern mit dem realen Großen Stern im Tiergarten als Zentrum, dessen Geometrie sich am besten auf der digitalen Teilnehmerkarte ersehen lässt.


Quelle: ADFC Berlin, Carolina Mazza/Daniel Pepper

So setzt die Krise immerhin einige Kreativität frei, von der wir vielleicht auch später noch etwas haben werden. Auch unser Sisu-Corona-Blog ist so entstanden, und ohne Corona gäbe es ihn nicht. Und morgen gehe ich Schwimmen im See!


4.6.2020

Irgendwie haben sich die letzten Wochen so vorbeigeschlichen, das Zeitgefühl ist uns ein wenig abhanden gekommen. Ist ja auch klar: Den Triathleten fehlen die saisonalen Höhepunkte, die sonst das Leben takten und strukturieren. Gerade hat der Team-Tri nicht stattgefunden, und das nächste lokale Großereignis, das ausfallen wird, ist der Spreewald-Tri, zu dem Sisu bereits seit Dezember in Klassenstärke angemeldet war. Nach 20 Teilnahmen in ununterbrochener Reihung werden wir diesen Juni erstmals nicht zum Briesener See runterfahren. Die letzten bislang noch nicht abgesagten Wettkämpfe mit Terminen bis Ende August streichen gerade die Segel, darunter der Helenesee-Tri und der Bornsdorf-Tri, bei dem wir dieses Jahr unsere Vereinsmeisterschaft abhalten wollten. Auch BerlinMan und Kallinchen sind längst abgesagt.

Veranstalter mit Terminen im September hoffen weiterhin, und einige eher kommerziell ausgerichtete Veranstalter versuchen, ihre Events in den September zu verschieben. Ob das funktioniert, wird sich zeigen, denn die Tatsache, dass nach August größere Veranstaltungen nicht mehr generell verboten sind, heißt noch lange nicht, dass sie genehmigt werden. Dafür haben nämlich derzeit die Gesundheitsämter das letzte Wort, und die achten z.B. auf Abstandsregeln, die ja weiterhin gelten. Niemand, der etwas zu entscheiden hat, wird riskieren wollen, dass nach einer Sportveranstaltung plötzlich neue Fälle vorliegen, Kontaktpersonen nachverfolgt und Schulen geschlossen werden müssen, wie jetzt gerade in Göttingen passiert. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass z.B. am 5.9. mehrere Großveranstaltungen in mehreren Städten gleichzeitig stattfinden werden, aber ich mag mich irren.

Doch eigentlich wollte ich wieder vom Radfahren berichten. Am Schönefelder Flugfeld (die Route steht jetzt öfter auf dem Menu) blühen derzeit Raps und Mohn miteinander um die Wette – sehr prachtvoll. Auch die Freunde des sozialistischen Motorrads waren unterwegs (stilecht mit VoPo in Uniform am Ende des Zuges) und verbreiteten den charakteristischen Duft von Freiheit im Zweiertakt.

Dank GPS-Navi hatte ich flugs die Standardrunde so geändert, dass ein paar Straßen dabei waren, die uns komplett unbekannt vorkamen, obwohl die Runde insgesamt ganz gewöhnlich erschien. So lud uns der Dorfanger von Dabendorf wie bestellt zur ausführlichen Halbzeitpause ein. Auf dem Spielplatz am Ende des Angers war nichts los, so dass uns Bank und Hängematte zur freien Verfügung standen – die Stelle kann man sich gleich mal merken.


30.5.2020

Privater Wettkampfsport kommt offenbar in Mode. Nach Denise' Marathon und Triathlon am Partwitzer See haben wir einen familieninternen Duathlon abgehalten (Sonja, Domenic und ich). Mit Schwimmen ist es ja noch nicht so weit her, außerdem wollten wir nicht auch noch die Berliner Strände überbevölkern, deshalb haben wir uns für die Duathlon-Variante entschieden mit 5 km Laufen, 40 km Rad und nochmal 5 km Laufen, Wechselgarten bei Susi und mir im Abstellraum.

Penible Planung in Komoot ergab, dass unsere bekannte Laufrunde durch den Stadtpark Wilmersdorf mit Kurve an der Uhlandstraße gut 5,5 km lang ist, das sollte früh um 9 Uhr noch gehen. Dann gut 43 km Rad über Auerbachtunnel, Waldschulallee, Postfenn und Havelchaussee bis runter zur Krone, dort Wende und das ganze zurück. Abschließend ein reines Straßenläufchen von 5,0 km rüber zum Grazer Damm, den runter und dann Wende.

Wir wollten bis zum zweiten Wechsel zusammen bleiben, dann nochmal sehen was geht. So habe ich den ersten Lauf gepaced (musste mich schon echt reinhängen, um die Jugend nicht zu langweilen). Nach einem ruhigen Wechsel machten wir uns dann ohne Hektik auf Richtung Havelchaussee: Schnell fahren bei freier Strecke und so langsam wie nötig bei Verkehr und Ampeln. Ab dem Postfenn konnten wir dann der Aerodynamik und dem Renntempo frönen, und auf dem Rad fährt mir bislang noch niemand weg. Wettkampfluft im Langdistanzeinteiler, das hat doch immer was!

Zum zweiten Wechsel sprangen wir stilecht vom Rad (sogar das Aufspringen am Anfang ging noch unfallfrei). Da Sonja noch Sachen wechseln musste, bekamen Domenic und ich großzügig etwas Vorsprung. Der nahm jedenfalls die Beine in die Hand (nicht ganz wörtlich) und verschwand recht flott aus meinem Sichtfeld. Meine Beine waren wie immer etwas fest und von der Lunge wollen wir nicht reden. Nach einer Weile kam Sonja vorbei und machte sich auf die Verfolgung. Aber wie es so ist, niemand wird gern eingeholt, und so konnte Domenic tatsächlich ein paar Sekunden des gnädig zugestandenen Vorsprungs ins Ziel retten.

Als ich schließlich ankam, stand auch schon Susi da, die von ihrer Radrunde zurück war, die konnte dann gleich die Siegesfotos machen. So schöne Medaillien wie Denise haben wir zwar nicht gebastelt, aber so ein quasi-Wettkampf macht Spaß und spornt doch ungemein an, auch wenn es um nichts geht. Heute gibt's auch keine Corona-Kommentare - freut euch einfach über das schöne Pfingstwochenende!


22.5.2020

Der "Herrentag" war in unseren Augen immer etwas leicht befremdliches: bierselige Radfahrer mit Zweigen am Lenker, das Hängerchen voll mit Nachschub, unkoordinierte Autofahrer (vermutlich auch bierselig), die irgendwo in den Graben fahren – irgendwann hatten wir beschlossen, dass man am Himmelfahrtstag aus Sicherheitsgründen besser nicht Radfahren, sondern höchstens Spazieren geht.

Aber klar – ihr wisst schon, was jetzt kommt – dieses Jahr ist halt alles anders, und der Herrentag war daher ein erfreulich friedlicher Feiertag, an dem eher die Familienausflüge dominierten. Es war also einiges los, aber keine Massen unterwegs, alles sehr zivilisiert. Nachdem ich am Anfang des Lockdowns den Eindruck hatte, dass einige die leeren Straßen zum Rasen nutzen, so hat sich auch dies wieder gegeben.

Wie immer ist etwas weiter draußen eh nichts los. Ich taste mich langsam an den Sisu-Klassiker nach Wittenberg ran, habe heute aber über Felgentreu abgekürzt, was für eine schöne Ortsbezeichnung, da fühlt sich der Rennradfahrer doch gleich wilkommen. Vielleicht kann man ja herausfinden, welche Felgen gemeint waren, vermutlich bereits in vor-velophiler Zeit im alten Preußen. An den riesigen Spargelfelden nördlich von Luckenwalde war offenbar auch Brückentag. Wie diese radtechnisch aufgepeppte Erntemaschine funktioniert, hat sich mir nicht auf den ersten Blick erschlossen, war auch niemand da zum Fragen.

Und sonst? Alles macht irgendwie wieder auf (was schön ist), aber alles unter erschwerten Bedingungen (was ja logisch ist), so dass die ursprünglichen Kapazitäten wovon-auch-immer noch lange nicht wieder erreicht werden. Das gilt für unser neues Lauftraining auf dem Platz, für die Restaurants und Biergärten und leider auch für die öffentlichen und wilden Badestellen, es gab schon Ärger.

Klar, die Ansteckungen pro Tag sind in Berlin und Brandenburg im Vergleich zur Bevölkerung derzeit winzig (ohne Dunkelziffer), aber es gibt immer noch welche, und man weiß nicht vorher wo genau. Na mal sehen, wir tasten uns voran und gehen ansonsten weiter Radfahren.


17.5.2020

Auf unserer Reise in die jüngere Vergangenheit haben wir am Güterfelder Haussee spontan ein wenig in die Abendsonne geschaut. Die Sandburg war schon da, sehr kunstvoll, und außerdem ist die kleine Insel in der Mitte des Sees weg, wo die Schwäne gewohnt hatten. Als wir 2009 hier das erste Mal den Sisu-Sprint ausgerichtet haben, musste die Insel umrundet werden. Der See ist so klein, dass man selbst beim Sprint zwei Runden absolvieren musste, um auf die 750 Meter zu kommen (s. Bericht).

Es war eine schöne Location, aber leider, was die Teilnehmerzahl betrifft, nicht wirklich ausbaufähig. Für mehr Teilnehmer wäre eine olympische Distanz nötig gewesen, das ließ sich dort aber kaum realisieren. Dann wurde die neue Umgehungsstraße, die jetzige L40, begonnen, so dass wir für 2010 und absehbar für die nächsten Jahre ohnehin keine Streckengenehmigung bekamen. So mussten wir nach einem Jahr nach Siethen umziehen. Nach einer Pause 2011 sind wir dann beim Kallinchen-Tri dazugestoßen, denn die waren auch gerade im Umbruch.

Den Kallinchen-Tri haben wir nun bereits 8 Mal mit organisiert, er ist uns ans Herz gewachsen. Umso mehr schmerzt uns die Absage dieses Jahr, aber nach langer und intensiver Diskussion glauben wir, dass es verantwortungsvoll ist, dieses Jahr ohne Wettkampf verstreichen zu lassen und dann für 2021 neu zu planen.

Die Wahrheit ist – wir wissen nicht, wie die Situation Ende dieses Jahres sein wird, niemand weiß das derzeit. Die Epidemie hat uns schon einige Male Überraschungen gebracht, so dass wir unsere Meinung ändern mussten. Vielleicht läuft sich das ganze von selbst tot, dann wären wir zu vorsichtig gewesen, aber danach sieht es bislang nicht aus. Wahrscheinlicher ist wohl, dass wir uns so lange mit kalkuliertem Risiko durchlavieren, bis ein Impfstoff verfügbar oder absehbar in Sicht ist. Dieses große Rennen, dessen Gewinner richtig Geld verdienen werden, läuft auf Hochtouren.

Für den Winterduathlon 2021 wird das wohl zu spät kommen, aber der Winterduathlon ist klein genug, dass wir uns ein angepasstes Durchführungskonzept vorstellen können. Kallinchen 2021 ist dann spät genug, dass es hinkommen könnte, aber das ist jetzt nur Spekulation, Ende des Jahres werden wir mehr wissen.


9.5.2020

Heute haben ich und sicherlich viele andere Läufer und laufende Triathleten überraschend Post vom Lauf der Sympathie erhalten, der bekanntermaßen am 15. März nicht stattgefunden hat. Im Umschlag steckte ein Dankesschreiben, eine Spendenbescheinigung über 14 Euro und – die Finishermedaillie.

Es ist das erste Mal in meiner sportlichen Karriere, dass es eine Medaillie ohne Leistung gibt, doch ich finde, es ist ein netter Zug. Spontan hatte ich nach der (zu dem Zeitpunkt) recht kurzfristigen, aber bereits erwartbaren Absage mein Startgeld als Spende deklariert. Offenbar haben dies viele Teilnehmer getan, und die ausrichtenden Vereine sind recht froh darüber, weil viele Ausgaben bereits getätigt waren. Es ist auch das erste Mal, das ich über so einen geringen Betrag eine offizielle Spendenbescheingung erhalte, die ich dann 2021 beim Finanzamt einreichen werde.

Dies war einer der ersten abgesagten Wettkämpfe, als letztes hatte am 29.2. die Mountain-Challenge noch stattgefunden, eine Woche zuvor unser Winter-Duathlon. Letztlich haben wir Glück gehabt, dass dieser noch ausgerichtet werden konnte, denn zu diesem Zeitpunkt bekamen wir schon ein etwas mieses Gefühl, was da auf uns zurollt. Wir wollten es zu diesem Zeitpunkt noch nicht wahrhaben. Stattdessen haben wir mit fasziniertem Grusel nach China geschaut, aber haben nicht realisieren wollen, dass es bei uns genauso wird.

Nun – 2 Monate später – haben wir wohl tatsächlich die erste Phase der Pandemie in Bezug auf die Gesundheit halbwegs erfolgreich überstanden und werden nun ausloten, inwieweit wir unsere sportlichen Aktivitäten wieder ausweiten können. Ein – sehr eingeschränkter – Trainingsbetrieb dürfte demnächst wieder möglich sein, Wettkämpfe eher nicht. Wir werden berichten.


4.5.2020

Jetzt ist es passiert – wir sind das erste Mal dieses Jahr auf einer Ausfahrt richtig nass geworden, wurde ja auch mal Zeit. Unberechenbare Schauer und sogar leichte Gewitter waren unterwegs, da hilft nur Regenjacke drüber und durch. Aber da waren wir an den historischen Punkten bereits durch.

In Schönefeld, ihr wisst schon wo, liegt so ein riesiges Gelände mit Klotzbauten, einem Turm und ganz vielen Parkplätzen, da stehen jetzt ganz viele Flugzeuge rum. Dabei dachte ich, die Bilder in Zeitung und Tagesschau stammten aus Frankfurt/M, stimmt aber gar nicht. Die Flugzeuge sind sehr wertvoll, deshalb hat man einen stabilen Zaun gesetzt. Es ist sogar noch viel Fläche frei, die Fliegerei wird also auch in späteren Jahrzehnten dort locker unterschlüpfen können, gut geplant.

Da sind wir auch schon bei der nächsten Begegnung mit der nicht so fernen Vergangenheit: An besagtem Gelände führt die lange Gerade der Brandenburger Zeitfahrmeisterschaften vorbei, die genau an diesem Tag stattgefunden hätten. Die Rücktour in dieser Richtung, dann über Tollkrug, vorbei an den Rapsfeldern nach Brusendorf. Dabei könnte man Einzelzeitfahren ja locker mit Abstandsregeln durchführen: Unterlagen online, Nummer selbst ausdrucken und im Minutenabstand an den Start, auf der Strecke überholen nach Triathlon-Sportordnung. Da sehe ich in der Tat einen ersten ziemlich normalen Wettkampf in 2021.

Etwas weiter im Süden kam dann der Motzensee, den wir umrundet haben, um uns schließlich auf einer netten Bank am Freibad Kallinchen niederzulassen und die in Alufolie verwahrten Brote zu essen, dazu etwas Leitungswasser aus der Radflasche, gut geschüttelt. Es ist ja wirklich noch nicht Sommer, schon klar, aber es war trotzdem besonders leer, wenn man die Szenerie sonst vom Triathlon her kennt.

Nach dem Mellensee kamen dann die Schauer, es gab aber auch nichts historisches mehr, außer dass sonst die Sisu-Gruppe unterwegs gewesen wäre. Noch eine Banane und ein paar selbstgemachte Kekse bei Ludwigsfelde und schon ging's stracks mit nassen Füßen wieder Richtung Norden.


1.5.2020

Zum 1. Mai fassen wir wieder ein wenig Hoffnung – der Regen ist wieder da, aber vor allem darf selbst der Sport ganz langsam wieder hoffen, seinen Platz im öffentlichen Leben einzunehmen. Bis zu einem normalen Trainingsbetrieb und Wettkämpfen, wie wir sie kennen und lieben, ist es aber noch ein ganzes Stück hin.

Wir haben uns an einige Komplikationen im Leben gewöhnt, aber das Virus ist nicht aus der Welt, und ein massenhaft verfügbarer Impfstoff ist dieses Jahr sicherlich noch nicht in Sicht. Die Alternative – komplette Durchseuchung – will wohl doch niemand ausprobieren, und ich muss sagen - ich auch nicht.

Das heißt, dass wir weiterhin Abstand halten müssen. Damit ist Gruppentraining mit Trainer im bekannten Modus auf recht lange Sicht noch nicht wieder möglich. Aktuell geht nur Personal Training außerhalb von Sportanlagen. Individuell darf man auch wieder auf Sportplätze, aber mit den üblichen Abstandsregeln. Im Mai werden möglicherweise kleine Gruppen wieder zugelassen – wir werden das beobachten und als Verein dann neu planen, in welcher Form wir Training anbieten können.

Ein paar Veranstalter hoffen wohl noch auf Wettkämpfe ab September, sei es wie geplant oder verlegt, aber da bin ich sehr skeptisch. Mit voller Teilnehmerzahl wird das kaum gehen, mit Zuschauern erst recht nicht, das ist nicht wirklich kontrollierbar. Im Oktober werden dann die Seen kalt, aber es wird sich nichts geändert haben. Das ist die harte Realität.

Macht trotzdem das beste daraus! Wir werden wieder Triathlon machen, da bin ich sicher. Arbeitet an euren Grundlagen, feilt an eurer Rad-/Lauf-Technik und rafft euch hin und wieder zur Athletik auf. Und gießt regelmäßig die Blumen!


23.4.2020

Wo bleibt eigentlich das gewohnte Aprilwetter? Könnt ihr euch noch erinnern, wie das geht? Unplanbare Regenschauer, gern mal ein paar Schneeflocken und mit viel Glück auch ein fast kompletter Sonnentag, selten mal warm. Naja, des Radlers Glück ist für Wald und Acker nicht so toll, mal sehen, was der restliche Frühling noch bringt.

Jedenfalls – wenn man nichts abends noch zum Schwimmen muss, kann man jetzt dank Sommerzeit in der Woche die Radausfahrt so planen, dass man mit den letzten Sonnenstrahlen wieder zu Hause ist. Das tut der Seele gut, und die Rad-Form steigt an.

Eigentlich würde jetzt die Wettkampfsaison so richtig beginnen mit den Duathlons, erst dem Ruppiner und in zwei Wochen der Spreewald-Duathlon. Dazwischen hatten wir uns auf die Brandenburger Zeitfahrmeisterschaften gefreut, an denen wir letztes Jahr erstmals teilgenommen hatten.

Wir werden sehen, wie sich alles entwickelt. Die Abiturienten müssen jetzt doch ran, dann MSA und anschließend die weiteren Schüler. Die meisten Läden haben wieder offen, und es gibt sogar wieder Klopapier. Aber was passiert, wenn die Ansteckungswelle wieder losgeht – bleibt es beherrschbar oder müssen wir wieder alles dicht machen? Wir werden es erfahren, denn wir führen gerade ein Experiment mit der Grundgesamtheit durch. Bleibt vorsichtig und zurückhaltend, dann funktioniert es vielleicht!


18.4.2020

Auch eine Woche nach Ostern (und fünf Wochen nach dem letzten Schwimmtraining) verlockt das tolle Frühlingswetter zu ausgedehnten Ausfahrten. Dieser April wird uns in Erinnerung bleiben, nun auch wegen der rekordverdächtig geringen Regenmenge.

Nunmehr deutlich sichtbar haben die allgemeinen Unannehmlichkeiten einen deutlichen Effekt auf die Ansteckungswelle: Mittlerweile werden in Berlin pro Tag mehr Leute wieder gesund als sich anstecken, d.h. wir haben einen Wendepunkt erwirkt! Wenn wir so weitermachen, dann ebbt die Welle langsam ab – aber können wir unabsehbar so weitermachen? Da das nicht der Fall ist, schauen wir jetzt, wie weit wir zu mehr öffentlichem Leben zurückkehren können, ohne dass wieder exponentielles Wachstum einsetzt. Leider wird der organisierte Sport dabei nicht sehr weit vorn auf der Liste stehen.

Großveranstaltungen sind jetzt bis Ende August untersagt, d.h. auch der Kallinchen-Triathlon wird nicht wie geplant stattfinden. Eine ausführliche Information und Regelung für die Teilnehmer ist in Arbeit. Realistisch gesehen wird sich bis Ende August die Lage nicht grundlegend geändert haben – geringe Durchseuchung der Bevölkerung und noch kein Impfstoff. 700 Teilnehmer in Kallinchen in der Wechselzone? Die hiesige Triathlon-Saison ist daher de facto gelaufen. Was das international heißt, d.h. wann und wie z.B. Ironman-Wettkämpfe wieder stattinden können, ist derzeit unklar. Wie es aussieht, gewöhnen wir uns immer noch ganz langsam an die vollen Auswirkungen der Epedemie. Dabei will ich es jetzt erstmal belassen...

Ach ja: die Bilder stammen von meiner letzten Ausfahrt über die Ketziner Fähre. Ich war wirklich allein mit dem Kapitän!


11.4.2020

Ostern steht vor der Tür, und es sind mittlerweile 4 Wochen ohne Vereins-Schwimmtraining herum (abgesehen von den anderen ungewöhnlichen Dingen). Irgendwie kann ich bislang auch ohne Schwimmen ganz gut leben, aber was fehlt, das ist die Kommunikation mit den anderen Sisus beim gemeinsamen Training, sei es im Becken, auf dem Laufplatz oder auf der gemeinsamen Radausfahrt. Ihr fehlt mir! Jeder macht so gut es eben geht weiter, aber die sportlichen Ziele verschwinden in immer weiterer Ferne. Es ist ein wenig wie in einem bösen Traum oder bei Franz Kafka: Immer wenn man etwas zum Greifen nah glaubt, entschwindet es wieder unerreichbar.

Die ITU hat alle Wettkämpfe bis Ende Juni abgesagt, die DTU übernimmt dies im Prinzip. Vor ein paar Tagen wurde auch unsere Regionalliga Ost komplett abgesagt, was ich vernünftig finde. Die meisten Veranstalter in Berlin und Brandenburg warten immer noch mit konkreten Absagen – es wird hierfür eine gemeinsame offizielle Ansage geben müssen.

Auch über unseren Kallinchen-Triathlon Ende August denken wir natürlich nach. Zur Zeit können wir uns 700 Triathleten zusammen in der Wechselzone nicht so richtig vorstellen. Über eine konkrete Regelung informieren wir, sobald wir eine haben oder es eine offizielle Regelung der BTU gibt.

Derweil erfreuen wir uns des anhaltend schönen Wetters, denn je weiter man sich per Rad von Berlin entfenrt, desto schöner und ruhiger wird es (s. Bilder). Selbstversorgung ist angesagt, nur gut das die Taschen der aktuellen Trikots so schön dehnbar sind. Die Bäckerei in Blankensee macht Stehverkauf vor dem Hof, aber besser wäre es, wenn nicht alle auf einmal da herumstehen.

Am heutigen Ostersamstag hätte der Sisu-Klassiker (in großer Gruppe nach Wittenberg und zurück) stattgefunden, auch der fällt aus, vielleicht sind ja einzelne Sisus unterwegs.

Die Osterfeuer in Brandenburg fallen dieses Jahr sogar doppelt aus: erstens wegen Corona, außerdem habe wir schon wieder Waldbrandstufe 4. Na schön, dann machen wir uns einen ruhigen Abend und suchen am Sonntag Eier im Wohnzimmer und auf dem Balkon.

So, das war eine lange Litanei... Trotzdem wünschen wir allen Sisus und allen Lesern ein schönes Osterfest!


8.4.2020

So kann das Wetter bleiben: kurze Sachen ohne zu schwitzen, Sonne und kein Wind. Und eine Pause an alter Wirkungsstätte - erkennt ihr es? Es ist jetzt 10 Jahre her. Dieser Strand ist natürlich gesperrt, aber wie man hört, waren schon die ersten Sisus woanders im See unterwegs, oha!

 


2.4.2020

Nun ist das letzte Schwimmtraining drei Wochen her, das Leben hat sich für die meisten Menschen deutlich entschleunigt, einige (mich eingeschlossen) arbeiten fast normal, einige sind besonders gefordert oder müssen ihr Kinder beschäftigen. Insgesamt läuft aber wenig, die angestrebten Klimaziele werden wir dieses Jahr vermutlich locker einhalten.

Wie es aussieht steigt das Verdoppelungsintervall der Infizierten-Zahl langsam an, mittlerweile von ca. 3 Tagen auf jetzt 6 Tage (Quelle: rbb24.de), d.h. die Kurve hat sich tatsächlich abgeflacht dank unser aller Bemühungen. Das sieht nicht so schlecht aus, obwohl es natürlich Unsicherheiten gibt. z.B. ist die Dunkelziffer und deren Veränderung nicht wirkich bekannt. Leider wird das Osterfest als Familienfeier trotzdem weitgehend flachfallen. Wir werden eine Menge nachzuholen haben.

Wie schon in den vorigen Wochen war das Wetter schön, wenn auch noch kühl, so habe ich voller Vorfreude die Zeitfahrmaschine rausgeholt und die neuen Laufräder eingeweiht. Deshalb machen wir doch Triathlon – fliegen auf Höhe Null. Das erste Mal Aeroposition ist immer ungewohnt (Mann ist das tief und schmal), aber nach ein paar Kilometern läuft es, die Lockerheit kommt wieder, nur die Beine kurbeln. Nach böigem Gegenwind Richtung Süden kommt sogar die Sonne raus und die Laufräder surren leise zurück Richtung Stadt. Dort fällt auf, dass viele Menschen jetzt Joggen und Radfahren – das ist doch schön!


26.3.2020

Mittlerweile ist das letzte Schwimmtraining schon zwei Wochen her. Langsam werden wir wieder zu Duathleten. Hätte es vor Erfindung des Schwimmbads schon Triathon gegeben, wäre das im Frühjahr wohl immer so gewesen, im Grunde also ein natürlicher Zustand, macht euch also nichts draus.

Trotz konkreterer Regeln zur Verhinderung von Ansteckungen (eine Ausgangssperre wurde damit formal verhindert) dürfen wir weiterhin draußen Laufen und Radfahren, allerdings maximal zu zweit. So schön die Sache mit dem Windschatten auch ist, lasst es derzeit lieber. Jetzt ist auch Olympia abgesagt, und uns schwant, dass die Sommersaison vielleicht ohne Wettkämpfe zu Ende gehen könnte.

Macht also das beste draus! Wegen der Spazierwut der Berliner ist der Grunewald fürs Mountainbiken eh nicht mehr richtig gemütlich. Sogar die Wildschweine sind tagsüber irgendwie nervös statt zu schlafen, auf unserer letzten Geländefahrt am Samstag wurde die Website von einer lossprintenden Wildsau umgerannt, auch mal was neues. Das Schwein hatte wohl die Geschwindigkeit falsch eingeschätzt und statt hinter mir durchzuschlüpfen offenbar mit der Schnauze genau die Bremsscheibe getroffen, jedenfalls war die verbogen und Wildschweinblut am Rad. Die Rippenprellung (meine) wird langsam wieder besser.

Also doch endgültig aufs Rennrad umsteigen. Die Brandenburger Landstraßen sind nachmittags übrigens deutlich leerer als die Havelchaussee und die Krone (s.o.), fahrt also lieber raus aufs Land. Ab Sonntag ist wieder Sommerzeit (das findet trotz Corona statt), das gibt auf einen Schlag ca. 30 Rennradkilometer mehr bis zur Dämmerung.


20.3.2020

Seit einer Woche sind die Sportanlagen geschlossen, und weitere Schutzmaßnahmen kündigen sich an. Bislang ist Freiluftsport einzeln oder zu zweit nicht untersagt, aber das mag sich ändern. Haltet euch an die Regeln und fahrt nicht in größeren Gruppen.

Langsam sollten wir uns daran gewöhnen, dass die Wettkampfsaison nicht nach den Osterferien einfach wieder aufgenommen wird. Zu diesem Zeitpunkt wird man wohl erst absehen können, wie steil und hoch die Ansteckungskurve wirklich verläuft und wie lange die ganze Sache noch dauern wird. Die ersten Wettkämpfe für Mai sind abgesagt, weitere werden folgen, Olympia wackelt auch schon. Bis wir den normalen Betrieb wieder aufnehmen, wird die Saison wahrscheinlich vorbei sein.

Daher denke Ich, es bringt nichts, verlorenen Trainingskilometern nachzutrauern und zu versuchen, den Trainingsumfang verbissen voll aufrecht zu erhalten. Wir alle sind Hobbysportler, Amateure im besten Sinn. Genießt einfach mal die ungewöhnliche Ruhe und gebt dem Reflex nach, nur auf dem Sofa zu sitzen. Es ist erstaunlich, welche Zeitreserven frei werden, wenn man nur nach Wohlgefühl trainiert.

Manche digitalen Möglichkeiten ermöglichen Indoor-Sport in virtueller Gesellschaft oder ganz simpel face-to-face per Skype (s. Bild). Probiert Übungen aus, zu denen ihr sonst nie Lust hattet, auch das bringt uns weiter und entwickelt Fähigkeiten, die vielleicht ab der nächsten Saison nutzen.


15.3.2020

Bei aller Ungewissheit konnten wir heute in Brandenburg eine sonnige Rennradrunde genießen. Einzeln und in kleinen Grüppchen war einiges los auf den Straßen, wohingegen der Autoverkehr eher mäßig ist.

Wer weiß, was die kommende Woche noch bringt – hoffen wir, dass die Ansteckungskurve halbwegs flach bleibt. Helft mit und verhaltet euch kontrolliert.

Unsere Triathleten auf Mallorca mussten alles Training einstellen (Spanien hat landesweit eine Ausgangssperre verhängt), müssen auf ihren Zimmern bleiben und werden versuchen, vorzeitig wieder nach Hause zu kommen.


14.3.2020

Tag eins der allgemeinen Schließung: Herrliches Sonnenwetter, alle Leute gehen spazieren, am Rad-Treffpunkt um 10 war die Website allein. Es war eine schöne Wannsee-Runde, während viele schon aufs Rennrad gestiegen sind. Gruß auch an die Vereinskollegen auf Mallorca – fahrt schön und alles Gute weiterhin!


13.3.2020 abends

Die offiziellen Schließungen aufgrund Corona haben uns eingeholt: Ab morgen, 14.3. sind alle Bäder geschlossen und ab kommende Woche auch alle sonstigen Sportanlagen. Damit fällt das gesamte Vereinstraining ab sofort auf unbestimmte Zeit aus. Wir informieren euch, wenn sich die Lage ändert.

Privates Lauf- oder Radtraining einzelner Sportler ist nicht verboten, die Seen sind noch etwas kühl, viel Erfolg!


13.3.2020 nachmittags

Aufgrund der aktuellen Lage bzgl. der Verbreitung des Coronavirus haben wir als Sisu-Vorstand entschieden, nicht in einer abwartenden Haltung zu verbleiben, sondern entsprechend unserer Verantwortung proaktiv sämtliche Trainingsangebote in geschlossenen Hallen bis auf Weiteres auszusetzen. Dies betrifft alle Schwimmzeiten im Ankogel- und Götzbad sowie die Laufzeiten in der Harbighalle.

Das Lauftraining auf dem Domenicussportplatz kann weiter durchgeführt werden. Wir werden versuchen, bereits ab kommenden Dienstag, den 17.3. auf den Sportplatz auszuweichen.

 


© TriGe Sisu Berlin; 2020